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Sonntag, 30. Dezember 2012

Kamingespräch #3


Françoise vom Blog 'Der Geist- und Gastraum'

'Gemeinsam genießen schafft Verbindungen!' ist der passende Untertitel ihres Blogs.
Françoise und ich haben uns vor einiger Zeit virtuell 'kennengelernt', d.h. sie hat mich bei Xing 'entdeckt' und angeschrieben und da Genuß  für mich auch eine sehr wichtige Rolle im Leben spielt, habe ich die Kontaktanfrage natürlich gerne akzeptiert. Parallel habe ich mich gleich zu ihrem ersten 'Table d'hôtes affaires' angemeldet, ein kulinarische Reise durch Frankreich, begleitet von einem Kurseminar zum Thema 'Machen Sie sich fit für Ihre Ziele'. Nach diesem sehr inspirierenden Abend war mir klar, Françoise muß  Gast bei mir am Kamin werden!

Liebe Françoise, herzlich Willkommen am Kamin! Ich freue mich, daß Du trotz Weihnachtsstreß meine Einladung angenommen hast.
Liebe Claudia, vielen Dank für deine Einladung.
Die persönliche Frage zum Einstieg: Was hat Dich nach Deutschland verschlagen und was vermißt Du hier am meisten?
Die erste Arbeitsstelle führte mich nach Deutschland. Die deutsche Sprache und das Land haben mich bereits im Gymnasium sehr interessiert und ich wollte unbedingt nach dem BWL Studium eine erste Berufserfahrung im Ausland haben. Geplant war es allerdings für maximal zwei Jahre. Es kam natürlich anders, wie so oft im Leben. Der Liebe wegen bin ich hier geblieben. Mittlerweile lebe ich seit 25 Jahren hier. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht!

Ich fühle mich in Deutschland wohl. Aber es gibt tatsächlich zwei Bereiche, wo ich etwas vermisse. In Sachen Essen habe ich von Anfang an bedauert, dass die Auswahl und vor allem die Qualität der Lebensmittel hier deutlich geringer ist als in meiner Heimat; vor allem bei Fleisch und Fisch, aber auch viele Feinkost Artikel gibt es hier nicht. Glücklicherweise bin ich öfters in Frankreich und bringe vieles mit. Damit lässt es sich einfacher aushalten. Und was ich sonst vermisse, ist  in der Grundstimmung eine gewisse Heiterkeit und Leichtigkeit des Lebens. Also das, was ein Teil des Savoir-vivre ausmacht.
Was möchtest Du uns unbedingt über Dich und Deinen Blog erzählen?
Genuss ist für mich eine Quelle für Lebensqualität und Glück. Daher ist es mir sehr wichtig, meine Leidenschaft für gutes Essen und Kochen mit anderen zu teilen, um sie dadurch zu begeistern und zu inspirieren. Das tue ich auf diverser Art und Weise.

Seit mehreren Jahren arbeite ich bereits als freiberufliche Beraterin für die Lebensmittelbranche. Ich bin auch Gastgeberin mit Leib und Seele. Deswegen habe ich 2011 den Geist- und Gastraum ins Leben gerufen. Mein Marketing-Büro verwandelt sich ein- bis zwei Mal im Monat in einen Genuss-Salon, wo  Menschen bei leckerem französischem Essen andere interessante Menschen kennenlernen und so ihr Netzwerk erweitern können. Du warst dort bereits Gast, was mich sehr gefreut hat.

Blogs haben mich schon seit längerer Zeit interessiert. Vor allem Food-Blogs, wo ich mir selbst gerne Inspiration hole. Meinen eigenen Blog habe ich im Oktober dieses Jahres gestartet, als Informations-und Kommunikationsplattform rund um den Salon, aber auch um weitere kulinarische Themen: zum Beispiel leckere Rezepte, Genuss-Adressen,Kochbuch-Tipps oder Einblicke in die französische Esskultur. Der Blog ist für mich eine weitere Möglichkeit, mehr Menschen zu erreichen. Und eine tolle kreative Spielwiese. Ich mag das Schreiben und diese emotionale, lebendige Form des Austausches.
Hast Du eine Strategie fürs bloggen, einen Zeitplan oder nutzt Du den Blog wie ein Tagebuch, spontan, wann immer Dir danach ist?
Mein Blog ist ja kein „privater“ Blog in dem Sinne. Mein Ziel ist es, mindestens einmal die Woche einen Artikel zu schreiben. Ich stelle eine Art Redaktionsplan für ungefähr 2 Monate im Voraus auf, einerseits für die Artikel rund um das Salon-Programm und andererseits für alle anderen kulinarischen Themen. Dafür habe ich eine Liste angelegt, worüber ich gerne schreiben möchte und was die Leser interessieren könnte. Die Liste ergänze ich immer wieder. Dazwischen gibt es natürlich auch spontane Artikel, beispielsweise für aktuelle Themen.

Wie schaffst Du es, Familie/Partnerschaft, Freunde, Arbeit, Haushalt und Blog miteinander zu vereinbaren?
Alle diese Bereiche gehören für mich zu einem erfüllten Leben - außer dem Haushalt, mit Ausnahme des Einkaufens und Kochens - und sind für mich gleich wichtig. Es ist nicht immer einfach, alles unter einem Hut zu bringen. Bei der Selbständigkeit laufe ich oft Gefahr,dass die Arbeit die Oberhand nimmt, aber ich versuche die meisten Abende und einen großen Teil des Wochenendes für das Private frei zu halten. Der Blog ist ein Teil der Arbeit, aber ein sehr angenehmer und kreativer, wie ein Hobby. Also fällt es mir nicht schwer, mir auch die Zeit dafür zu nehmen. Die Rezepte für den Blog koche ich im Büro und ich schreibe sowohl im Büro als auch zu Hause.

Wenn Du noch einmal neu ins Erwachsenenleben einsteigen könntest, würdest Du einen anderen Weg gehen?
Ich finde den Weg, den ich bis jetzt gegangen bin, spannend. Ich habe viel erlebt. Das Einzige, was ich vielleicht anders gemacht hätte, wäre, noch mehr auf mein Bauchgefühl gehört zuhaben. Und ich hätte gerne alle paar Jahre in einem anderen Land gelebt.  Ich liebe einfach fremde Kulturen. Sie sind so bereichernd. Aber ich habe ja noch viel Zeit für das eine oder das andere Abenteuer.

Was wünschst Du Dir für deine Zukunft, als Bloggerin und im realen Leben?
Viele spannende Begegnungen und Austausch über den Blog und im realen Leben. Schneller und öfter schreiben können. Ich habe so viele Interessen und viele Ideen, die ich verwirklichen möchte. Dazu gehören unbedingt kreatives Arbeiten und noch mehr eigene Projekte. Hier und im Ausland. Ob ein Leben für all meine Pläne ausreicht? Weiß ich nicht, aber wenn nicht, dann halt mehrere

Die Zeit verging wie im Fluge, das Feuer im Kamin ist bereits aus, es wird Zeit fürs Verabschieden 

Es war ein sehr inspirierendes und genußvolles Gespräch und ich bin sicher, wir werden noch das eine oder andere folgen lassen.
Merci Françoise, à bientôt




Kommentare:

  1. Liebe Claudia,

    wieder ein sehr schönes Gespräch und ein neuer interessanter Blog.

    Hab einen schönen Tag,
    lieben Gruß
    Teresa

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    1. Den wünsche ich dir auch. Viel Erfolg beim Packen, nichts Wichtiges vergessen ;-) Grüße an deine kleine Maus und deinen Mann (noch unbekannterweise). Bis 'bald'!

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  2. Hallo Claudia,
    vielen Dank für das tolle Interview !
    So habe ich einen weiteren schönen Blog entdeckt ... :)

    Herzliche Grüße und einen schwungvollen Start in ein gesundes und positives neues Jahr 2013 !

    Stefanie

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  3. Vielen Dank, Stefanie, das wünsche ich dir auch!

    Liebste Grüße, Claudia

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  4. Da war wirklich ein interessantes Gespräch. Ich glaube wirklich, von den Franzosen können wir ein bisschen die unbeschwerte Leichtigkeit des Seins lernen, und so manches andere. Die Mentalität liegt mir auf jeden Fall sehr.
    Liebe Grüße
    Donna G.

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    1. Die Gastfreundschaft und Genußfähigkeit der Franzosen und Italiener sind wirklich Eigenschaften, die den Deutschen oft fehlen. Es ist aber schön, daß es offenbar immer mehr gibt, die auf den Geschmack kommen ;-) Kann nur besser werden, lach.

      Liebe Grüße auch an dich,
      Claudia

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Vielen Dank für deinen Kommentar!

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