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29 September 2015

Gartenplauderei #15 - Kate Bernard - Minifilz


Mit etwas Wehmut haben wir uns zum Abschluß des Sommers noch einmal in den Garten gesetzt. Auch wenn der Oktober vielleicht ein toller Monat wird, zum draußen sitzen und plaudern ist es aber wahrscheinlich nicht mehr warm genug. Aber trösten wir uns, der Herbst hält genug innere Wärme und aufregende Neuerungen bereit.



Herzlich Willkommen in meinem Garten Kate!


Kate ist eine der vielen Bloggerinnen, die über den 'Umweg' Blog zur Autorin wurden. Klar, daß ihr Buch das Thema ihres Blogs Minifilz aufgreift.





Ich finde das unglaublich spannend und deshalb lautete meine persönliche Frage an sie:

Was war dein erster Gedanke/was hast du gemacht, als du erfahren hast, es wird ein Buch von dir geben?


Ich hab das gar nicht richtig realisiert, weil alles soooo schnell ging. Das ersten Gespräch, meine erste Arbeitsprobe (peinlich damals *lach*), Besprechung der Grafiken und dann gleich die Zusage. Die monatelange Geheimnistuerei hat mich total Irre gemacht, nur meine Familie und Freunde wussten davon. 



Was möchtest Du uns unbedingt über Dich und Deinen Blog erzählen?


Hi, ich heiße Kate und komme aus Frankfurt am Main. Mein Label Minifilz und Minifilz Blog hatte ich Ende 2011 gestartet. Bekannt ist Minifilz durch meine aus Filz genähten Köstlichkeiten wie Kuchen, Törtchen, Obststücken, Pralinen, Keksen usw. Sie wurden in Onlineshops, lokale Geschäfte und auf verschiedenen Handmade Märkten verkauft. 



Anfang 2013 fing ich an mein Fachwissen zu teilen und begann DIY Nähanleitungen auf meinem Blog zu erstellen. Es machte mir so wahnsinnig Spaß, dass immer mehr Tutorials erstellt wurden, auch in diversen Handmade Zeitschriften wie z.B. "Handmade Kultur" oder "FilzFun". Nebenbei hatte ich im gleichen Jahr an einem Großprojekt gearbeitet und konnte ganz freudig mein erstes Buch "Minifilz: Süße Sachen zum Kaffeeklatsch nähen & backen" mit 20 Bastel -und Backanleitungen im Jahr 2014 veröffentlichen. 



Ganz schön aufregend und turbulent! :) Das war's bis jetzt jedenfalls. Mein Blog ist nämlich seit Monaten pausiert und dies hat auch viele Gründe. Ich vermisse meinen Blog schon ein wenig und bringe es nicht über mein Herz es komplett zu schließen. Ich hoffe, dass irgendwann meine Zeit und Motivation zurückkehrt und ich an meinem Label Minifilz weiter arbeiten kann.



Wer neugierig ist und erfahren möchte, wieso, weshalb, warum, lest weiter :)
Ach ja, und, was ich noch unbedingt über mich erwähnen möchte: ich liebe Macarons!


Hast Du eine Strategie fürs Bloggen, einen Zeitplan oder nutzt Du den Blog wie ein Tagebuch, spontan, wann immer Dir danach ist?


Anfangs hatte ich einfach drauf losgebloggt. Ohne Sinn und Struktur. Frei nach Schnauze "Schaut mal, das hab ich letztes Wochenende genäht!" Da kamen im Monat ca. 20 Blogeinträgen mit zig Fotos zustande; damals noch mit wenig Text. "Was will man da auch großartig schreiben, nur weil da ein Erdbeerküchlein auf dem Tisch steht?" Jaja, mein Motto damals ;)



Heute weiß ich mehr und die Blogeinträgen wurden mit mehr Texten gefüllt. Ich war auf einigen Bloggertreffen und hatte tolle Gleichgesinnte treffen können. Viele Erfahrungen (positive und negative) und unendlich viele Tipps wurden ausgetauscht. Zeitmanagement spielt dazu eine sehr wichtige Rolle.



Um nicht im Zeitchaos zu landen, hilft ein Notizbuch ungemein; für Ideen, Skizzen und als Terminkalender. Die Texte habe ich immer am PC vorgeschrieben (Texte aus Notizblöcken lassen sich schlecht rauskopieren, ha!). Entstehungsfotos oder Was-ich-gerade-so-mache-Fotos wurden hin und wieder spontan auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram gepostet.


Wie schaffst Du es, Familie/Partnerschaft, Freunde, Arbeit, Haushalt und Blog miteinander zu vereinbaren?


Ich muss ehrlich zugeben: im Moment klappt's gar nicht mehr.

Anfangs hatte es noch prima funktioniert. Ich nahm mir hin und wieder Abends am PC ein paar Stunden Zeit zum Bloggen, alles was eben dazu gehört: Texte, Fotos, Bildbearbeitung, DIY Anleitungen, Grafiken, etc. Genäht wurde überall, wo es gemütlich war, auf der Terrasse oder mit einer Kuscheldecke auf der Couch. Die Sonntage sind auch perfekt zum Werken da, ganz besonders bei Schlechtwetter, da man hat ohnehin keine Lust rauszugehen. Ich verbrachte sehr gerne meine Freizeiten mit nähen, bloggen und Fotos knipsen. Und die Vorfreude auf neue Events war immer riesig. Vor allem liebe Leute wiederzusehen.



Irgendwann... ändern sich Dinge im Leben, die man nicht vermeiden kann. Privat und familiär. Und, was viele nicht wissen und ich auch online zum ersten Mal erwähne: Ich habe eine chronisch unheilbare Krankheit. Meine Gesundheit lag in den letzten Monaten flach und ich war einige Male im Krankenhaus. Bitte seid mit nicht böse wenn ich nicht weiter auf das Thema eingehe. Das heißt, wichtige Dinge gehen stärker vor und bekommt meine vollste Aufmerksamkeit. Meine Freizeiten brauchte bzw. brauche ich zum Energie tanken. Tatsächlich auch mal auf der Couch ein Buch lesen, Netflix schauen und einfach mal faul sein.



Ich hatte sehr lange über mein Blog grübeln müssen und das schlechte Gewissen hatte sich auch immer wieder gemeldet, wie "Du hast doch ewig nix mehr gebloggt" "Da warten noch sooo viele Fotos auf deine Veröffentlichung" "Die DIY Anleitung ist noch unfertig" "Über XYZ wolltest du auch noch unbedingt erzählen, bevor die neue Saison anfängt" "Da war doch letztens das Event..."
Ihr merkt, da waren so einige Gedanken.



Zum Bloggen daher "Stop!!!" zu sagen, fiel mir echt schwer. Denn in den letzten Jahren hatte ich mit meinem Blog viel aufgebaut und erreicht. Aber ich seh es trotzdem nicht so tragisch. Es ist einfach im Moment so wie es ist. Ich bin ehrlich zu mir selbst und konzentriere mich auf die wichtigen Dinge, die halt mehr Zeit beanspruchen denn je. Mein Blog wurde ja nicht gelöscht, sondern nur pausiert. Ich denke, dass sobald ich wieder mehr Freizeit und Energie zur Verfügung habe, werde ich mich wieder auf meinem Blog melden. Denn Ideen und Artikeln habe ich genug, die ich gerne irgendwann noch umsetzen möchte :)


Wenn Du noch einmal neu ins Erwachsenenleben einsteigen könntest, würdest Du einen anderen Weg gehen?


Ich wollte ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland verbringen. Nicht in Europa, weiter weg, Australien oder Amerika. Finanziell kam das allerdings nie in Frage und so sehne ich mich immer wieder nach schönen Urlaubswochen hin :)


Was wünschst Du dir für Deine Zukunft, als Blogger/Bloggerin und im realen Leben?


Als Bloggerin wünsche ich mir wieder mehr Zeit und auch meine Motivation wieder zurück :) Wie gesagt, ich seh das nicht so eng oder tragisch. Es ist im Moment einfach so und die wichtigen Dinge gehen vor. Ich ziehe mein Hut vor allen lieben Blogger/innen, die selbst nach sooo vielen langen Jahren es schaffen am Ball zu bleiben und immer noch regelmäßig bloggen.



Danke Kate, für deinen Besuch, deine Offenheit und deine Bereitschaft, trotz deiner eher unfreiwilligen Blogpause deine Zusage aufrecht zu halten und mein Gast zu sein... Das war ein relativ ernstes Gespräch und auch wenn ich sowas geahnt hatte, es dann bestätigt zu wissen hat mich doch ziemlich betroffen gemacht. Ich wünsche dir, daß du einen guten Weg findest, die Krankheit in dein Leben zu integrieren und du bald wieder genug Power hast, deinen Blog ab und an mit Inhalt zu füllen. Muß ja nicht täglich sein ;-) Ich drücke dich herzlich und sage...

a presto...


Ach je, jetzt habe ich doch glatt vergessen, daß die liebe Kate noch eine Überraschung mitgebracht hat! Oder besser gesagt gleich drei, drei von ihr signierte Minifilz-Bücher! Was ihr tun müßt, um diese zu erhalten? Einfach hier oder auf der il mondo di selezione - Facebook-Seite kommentieren und schon seid ihr im Lostopf! Ausgelost wird am 31.10.2015 um Mitternacht.

31 August 2015

Gartenplauderei #14 - Sabine Güllich - was eigenes



Dieser Sommer war (ist) einfach unglaublich! Endlich mal wieder ein Sommer, der den Namen verdient hat. Mit ausreichend Zeit für lange und ausgiebige Treffen im Garten. Und das habe ich mit meinen Gästen in vollen Zügen ausgekostet. Im August war Bine bei mir zu Gast. Ihrem Blog folge ich schon ziemlich lange und so hat es mich sehr gefreut, daß sie die Einladung angenommen hat.




Herzlich Willkommen in meinem Garten Bine!


Da sie auf ihrem Blog schon sehr viele Fragen über sich beantwortet und mir deshalb erstmal keine Information gefehlt hat, lautete meine persönliche Frage an sie: Welche Frage stellst du dir selber immer wieder? Das hat offenbar eine Menge bei ihr ausgelöst...



Welche Frage stellst du dir selber immer wieder?


Tagtäglich kreuzen eine Menge Fragen meine Gedanken: Wann war heute nochmal der Zahnarzttermin? Hat das Kind heute Sportunterricht? Warum schaffen Städte und Behörden es nicht einen öffentlichen Bau vernünftig zu planen? Was koche ich heute? Warum können wir uns nicht selbst kitzeln? Hat unsere Babysitterin wohl am Wochenende Zeit? Warum gibt es im Flugzeug Schwimmwesten und keine Fallschirme?

Aber darum soll es heute nicht gehen. Claudia hat mir eine Frage gestellt, die da lautet: Welche Frage stellst Du Dir immer wieder? Das ist wiederum eine gute und schwierige Frage.

Ich habe in den vergangenen Wochen oft darüber nachgedacht, was mich wiederum zu dem Schluss kommen läßt, dass mich scheinbar keine Frage immer wieder beschäftigt. Wäre dem so, wäre sie mir ja sofort eingefallen.

Beim Denken - am besten kann ich das während ich an der Nähmaschine sitze - kam mir eine Frage in den Sinn, die grob formuliert lautet: Wie werde ich ein besserer Mensch? Anders formuliert: Wie schaffe ich es ein erfülltes Leben zu leben, Momente zu schaffen, an die ich mich später erinnere, eine glückliche Beziehung zu meiner Familie, meinen Freunden und zu mir selbst zu führen?

Kaum schlage ich eine Zeitschrift auf - egal welche - springen mir Headlines ins Auge, die mir suggerieren, dass ich nach dem Lesen des Artikels nicht nur um einiges schlauer, sondern auch ein besserer Mensch sein werde. Ich soll, darf, muss fünf Kilo abnehmen, danach fühle ich mich bombastisch. Ich soll achtsamer mit meiner Umwelt und mir umgehen, soll das Wasser der Morgendusche auf meiner Haut spüren und fühlen und nicht daran denken, dass ich vergessen habe Aufschnitt für`s Frühstück zu kaufen. Ich soll meiner Kreativität freien Lauf lassen, denn nur wenn man was mit den eigenen Händen schafft, erlebt man die Erfüllung schlechthin. Ich muss unbedingt auch in den kleinen Dingen und Ereignissen des Alltags das große Glück sehen. Ich muss still sein und soll Stille zulassen, denn Stille läßt uns runterkommen, entspannen und unsere Gedanken kreisen. Ich soll und muss eine Menge tun, damit ich ein guter Mensch mit einem erfülltem Leben werde.

Dies ist durchaus mein Bestreben. Ich versuche meist alles richtig zu machen. 

Als selbstständige Onlineshopbetreiberin und Bloggerin, als Mutter, Ehefrau, Hausfrau, Freundin, Schwester und Tochter hat man einen, bzw. mehrere Jobs zu erfüllen. Damit es rund läuft, muss der Rubel rollen, also die Arbeit erledigt werden; müssen die Kinder erzogen, behütet, betüddelt, beschützt und auf's Leben vorbereitet werden; muss die Beziehung im Gleichklang bleiben; das Haus geputzt, der Kühlschrank gefüllt und der Rasen gemäht werden.

Es läuft bei uns. Das kann ich geradewegs behaupten, aber manchmal könnte es besser laufen. Dann werden Termine vergessen, der Einkauf nicht geschafft, die Emails nicht zeitnah beantwortet, der Geburtstag vergessen, auf die WhatsApp erst drei Tage später geantwortet, eine Zusage in eine Absage geändert. Der Plan gerät ins Wanken und ist womöglich nicht mehr zu retten. Es muss umdisponiert werden und in der großen Pause mit dem Rad in die Schule gedüst werden, weil wir doch den Sportunterricht vergessen haben.

Also bleibt meine immerwährende Frage oder mein Credo, wie kann es besser laufen? Zu den typischen Alltagsthemen rund um Organisation, die wohl alle Mütter mit sich herumtragen, kommen für mich noch meine persönlichen Wertvorstellungen dazu.

Pünktlich sein. Bitte-Danke sagen. Liebe und Respekt meinen Mitmenschen gegenüber bringen. Geburtstage, wichtige Ereignisse im Leben eines anderen nicht vergessen. Sauberkeit und Ordnung. Ehrlichkeit. Toleranz. Disziplin und Verlässlichkeit. Lauter Werte, die mir wichtig sind, die ich in meinem Alltag versuche zu beherzigen, umzusetzen und an meine Kinder weiterzugeben. Schaffe ich das alles, fühle ich mich gut, bin ich dem Ziel ein guter oder besserer Mensch zu sein, ein Stückchen näher gekommen.

Mir ist es wichtig, dass ich für meine Familie und meine Freunde da bin. Dass ich meine Beziehung zu ihnen  pflege und hege. Genauso achte ich auf gesunde Ernährung, stelle Obst und Gemüse auf den Tisch oder gebe Acht auf meine Umwelt; schmeiße keinen Müll in die Natur und versuche immer an eine Charlie Bag zu denken, wenn ich einkaufen gehe. Dazwischen denke ich an mich. An meine persönliche Träume und Wünsche, an Achtsamkeit, Stille, Kreativität- lauter Zeitschriftenratschläge, die mir manchmal gehörig auf den Zeiger gehen, gleichzeitig aber den Ehrgeiz in mir erwecken, es auch so zu machen. Zumindest es zu versuchen.

Und am Ende des Tages, wenn mir auf dem Weg zum Rewe einfällt, dass die Charlie Bag am Türgriff an der Küchentür hängt; wenn ich keine Lust hatte Obst zu schnippeln und abends lieber beherzt in die Chipstüte greife; wenn ich am Tag keine Sekunde Zeit für Stille hatte; wenn die Küche mal nicht aufgeräumt wird, weil ich lieber mit den Nachbarinnen auf der Strasse quatsche; wenn ich den Kindern doch erlaube WII zu spielen; wenn ich lieber zwei Stunden durch Pinterest surfe und im Internet rumtrödel,  statt mich auf meine Arbeit zu konzentrieren; wenn die Kinder rufen, dass sie keine Söckchen mehr in der Schublade habe; wenn sowas alles passiert, dann denke ich: Scheiß drauf! Es gibt Schlimmeres. Es ist menschlich. Niemand ist perfekt und perfekt zu sein ist sowieso sowas von langweilig.

Also bleibt die Frage Wie werde ich ein besserer Mensch? keine, die von mir Besitz ergreift, die mich stresst und unter Druck setzt. Vielmehr ist sie ein täglicher Ansporn ein gutes Leben zu leben, ein Leben mit Höhen und Tiefen, mit Frohsinn und Niedergeschlagenheit, mit Momenten, an die ich mich später lächelnd erinnern werde und Situationen, die ich lieber vergessen würde. Ein Leben, welches gelebt wird und nicht einstudiert ist, ein Leben, welches es zu genießen gilt.

Liebe Claudia, vielen Dank für diesen Gedankenanstoß, der mein persönliches Gedankenkarussell ganz schön ans Laufen gebracht hast. Es war mir eine Freude.



Da die Abende im August lang sind, hat sie natürlich auch die Standardfragen für mich beantwortet...

Was möchtest Du uns unbedingt über Dich und Deinen Blog erzählen?


Als ich im Dezember 2007 meinen ersten Blogartikel verfasste - es war nur ein Rezept - ahnte ich nicht, wohin dies führen würde. Ich wollte einfach nur dabei sein, wollte mitmischen, mich mit anderen Bloggerinnen austauschen, wollte mir Inspiration holen und geben.

Ich war damals Mama einer Zweijährigen und schwanger. Die Alltagsmühlen drehten sich damals noch ganz anders als heute. Das Lesen von Blogs und das Schreiben eines Artikels beschränkte sich auf die späten Abendstunden.

Heute ist mein Blog aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Wir beide haben uns entwickelt. Wir haben vieles dazu gelernt und sind professioneller geworden. Ich habe meine Fotografie-Kenntnisse verbessert, habe an meinem Schreibstil gefeilt und mich durch HTML Codes gewühlt.

was eigenes gehört mittlerweile zu meinem Job dazu. Der Blog ist das Schaufenster meines Onlineshops und er darf hin und wieder Plattform für Kooperationen sein.

Seine Hauptfunktion ist jedoch: er ist meine kreative Spielwiese. Es macht mir einfach Spass zu teilen, zu schreiben und ihn mit Inhalt zu füllen.


Hast Du eine Strategie fürs Bloggen, einen Zeitplan oder nutzt Du den Blog wie ein Tagebuch, spontan, wann immer Dir danach ist?


Anfangs habe ich spontan gebloggt. Das war mit zwei kleinen Kindern gar nicht anders möglich. Mittlerweile nutze ich einen Redaktionsplan. Dort trage ich Ideen und Entwürfe meiner Artikel ein. Nicht immer wird der Plan eingehalten, aber er gibt mir Struktur und Halt, wenn ich unmotiviert bin oder mich in meiner Arbeit verzettel. Meist schreibe ich in den frühen Morgenstunden und wenn mich die Muse küsst, dann habe ich auch schonmal zwei bis drei Artikel in der Pipeline. Ich halte einen Redaktionsplan für gut und wichtig und habe deshalb darüber schon geschrieben.



Wie schaffst Du es, Familie, Partnerschaft, Freunde, Arbeit, Haushalt und Blog miteinander zu vereinbaren?


Auch das ist eine Frage, die ich schon auf meinem Blog behandelt habe, denn sie wird mir immer mal wieder gestellt. Kurz und knapp gesagt:

Ich habe einen Vollzeitjob, den ich in einen halben Tag packe. :-) Meine Kinder gehen mittlerweile in die Schule. So lange sie nicht da sind, sitze ich in meinem Nähbüro und arbeite dort, wie viele viele andere Frauen auch. Ich schreibe Artikel, beantworte Emails, fotografiere und nähe für meinen Shop. Der Shop ist mein Hauptjob. Deswegen investiere ich die meiste Zeit dahinein. Am Nachmittag bin ich Mama, kümmere mich um die Kinder, den Einkauf, die Taxifahrten. Ich verrichte also kein Wunderwerk.



Wenn Du noch einmal neu ins Erwachsenenleben einsteigen könntest, würdest Du einen anderen Weg gehen?


Nein. Mein Erwachsenenleben startete mit meinem Au Pair Jahr in der Nähe von Washington D.C. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen.

Gleich danach ging ich nach Köln, um dort eine Ausbildung zur Hotelfachfrau zu absolvieren. Im Anschluss wurde mir angeboten im Sales und Marketing Büro weiterzuarbeiten, was ich sofort zusagte. In den darauffolgenden Jahren arbeitete ich für drei große und namhafte Hotelketten und betreute dort die Firmenkunden. Die Hotelfachausbildung ist hart. Überstunden und Arbeitszeiten, die mit der „normalen“ Welt nicht konform gehen; Großveranstaltungen organisieren und das Hotel nach außen perfekt zu präsentieren- ich habe in diesen Jahren eine Menge gelernt und bin dafür dankbar. Ausserdem habe ich in dieser Zeit meinen Mann kennen gelernt - besser hätte das alles nicht laufen können.

Wenn ich jedoch nochmal einen Schritt zurück gehen könnte, dann würde ich irgendwie nebenbei Design studieren. Diesen Bereich musste ich mir für den Aufbau meines Blogs selber beibringen. Einige Profikenntnisse würden nicht schaden. Allerdings haben sich durch’s Bloggen so viele wundervolle Freundschaften entwickelt, dass ich immer Hilfe finde, wenn ich sie suche.



Was wünschst Du dir für Deine Zukunft, als Bloggerin und im realen Leben?

  
Wenn ich könnte, dann würde ich die Zeit anhalten. Ich bin gerade 40 geworden, habe zwei gesunde Kinder, führe eine glückliche Ehe, habe einen tollen Job, ich bin gesund… was könnte dies noch toppen? Vielleicht eine Reise nach New York? Oder ein Nähbüro mit Tageslicht? Oder die Möglichkeit so viel zu essen, wie ich will, ohne zuzunehmen?

Für meinen Blog wünsche ich mir, dass Blogs  nicht aussterben werden. Dass es immer Menschen geben wird, die Blogs mit Leidenschaft führen und Menschen geben wird, die Blogs gerne lesen.



Herzlichen Dank für das symphatische Interview und dafür, dass ich heute hier Gast sein darf!

Liebe Grüße, Bine



Wo, ihr könnt euch vorstellen, daß ich mich sehr gefreut habe über dieses ausführliche Interview! Vielen Dank liebe Bine und ich hoffe, daß wir uns bald mal treffen!

A presto...



27 Juli 2015

Gartenplauderei #13 - Stefanie - Yogastern



Yogastern - ein wirklich poetischer Name. Und Stefanie füllt ihn perfekt aus. Sie strahlt förmlich von innen heraus, wenn sie von ihrer zum Beruf gewordenen Leidenschaft Yoga erzählt. Regelrecht ansteckend...




Herzlich Willkommen in meinem Garten Stefanie!


Kennengelernt haben wir uns in Wiesbaden, beim Treffen der Rhein-Main-Blogger, und ich war wirklich begeistert, auch wenn ich selber noch nie Yoga gemacht habe und mir auch nicht vorstellen kann, daß es für mich passend wäre. Viel zu ruhig für mich hektische Person... Aber neugierig hat sie mich gemacht und ich freue mich, daß sie meiner Einladung in den Garten gefolgt ist.





Yoga haben wir nicht gemacht, aber es war gleich klar, daß sich die persönliche Frage um das Thema dreht...


An welchem Ort der Welt würdest du gern mal Yoga machen?


Meine Yogamatte kann ich überall ausrollen und wenn ich beim Yoga die Augen schließe, spielt der Ort für mich keine Rolle. Ich finde es toll, Yoga draußen zu praktizieren - in der Natur unter freiem Himmel. Daher genieße ich es im Urlaub am Strand oder im Garten Yoga zu machen.

Wenn ich in meinem Leben irgendwann einmal nach Indien reisen werde, dann wäre ein wunderbarer Ort für Yoga auf einem Berg im Himalaya-Gebirge oder an einem wunderschönen Strand dort.



Was möchtest Du uns unbedingt über Dich und Deinen Blog erzählen?


Auf meinem Yogastern-Blog schreibe ich über alles rund über mein Lieblingsthema Yoga. 

Inzwischen praktiziere ich seit fast fünfzehn Jahren regelmäßig Yoga und habe mich daher entschlossen, dass ich mein Wissen über Yoga als Yogalehrerin gerne teilen möchte. Im Frühjahr 2011 habe ich mit der Ausbildung zur Yogalehrerin begonnen und zum gleichen Zeitpunkt meinen Blog ins Leben gerufen. Das erste Jahr lang habe ich auf Yogastern ausschließlich über Themen zu meiner Ausbildung als Yogalehrerin im UNIT Yoga geschrieben. Damals gab es im Internet noch nicht so viele Yogablogs und mir hat so eine Seite gefehlt, auf der sich Yoga-Interessierte austauschen können, Informationen finden und persönliche Ratschläge bekommen.

Nachdem ich im April 2012 meine Prüfung zur Yogalehrerin bestanden habe, wollte ich nicht mit dem Bloggen aufhören und habe dann einfach weitergemacht über meinen persönlichen Yogaweg zu schreiben. Der Austausch mit Gleichgesinnten macht mir so viel Spaß, ich habe tolle Menschen durch meinen Blog kennengelernt und schreibe super gerne über Yogathemen.

Meine Liebe zum Yoga möchte ich gerne mit meinen Lesern teilen. Daher schreibe ein bis dreimal pro Woche über Kinderyoga, Teensyoga, Yoga für Schwangere, zeige Atemübungen, erkläre die Yoga-Philosophie oder Anatomie und gebe Tipps zur Meditation. Ich lese auch viele Yoga-Bücher, die ich auch gerne weiterempfehle und seit ich meine Ernährung erst vegetarisch und dann auf vegan umgestellt habe, teile ich auch darüber meine Erfahrungen mit meinen  Bloglesern.



Hast Du eine Strategie fürs Bloggen, einen Zeitplan oder nutzt Du den Blog wie ein Tagebuch, spontan, wann immer Dir danach ist?


Ich habe seit einigen Monaten einen Zeitplan, um den Überblick nicht zu verlieren. Es gibt so viele Themen, über die ich schreiben möchte, dass dieser Redaktionsplan in meinem vierten Jahr als Bloggerin sehr hilfreich geworden ist. Dort trage ich alle Themen und Termine ein, über die ich einmal bloggen möchte und wann ich ungefähr was veröffentlichen werde.

Oft kommen mir die Ideen für meinen Yogastern-Blog spontan z.B. kurz vor dem Einschlafen oder während ich gerade spazieren gehe. Dann schmeiße ich alle Planung über den Haufen und schreibe nach Lust und Laune über das Thema, das mich gerade bewegt. Daher habe ich auch keine Strategie fürs Bloggen, sondern blogge vielmehr über alles, was mich interessiert oder erfülle Wünsche von Lesern, die mir regelmäßig Themenvorschläge schicken.



Wie schaffst Du es, Familie, Partnerschaft, Freunde, Arbeit, Haushalt und Blog miteinander zu vereinbaren?


Die Kunst Familie, Beruf und Bloggen unter einen Hut zu bekommen, liegt für mich in guter Planung und Organisation.

Das Bloggen ist nun seit vier Jahren meine Leidenschaft und ich pflege meinen Yogastern-Blog gerne als Hobby, wann immer ich abends oder am Wochenende Zeit und Muße zum kreativen Schreiben habe.

Es kommt auch schon mal vor, dass ich tagsüber mit meinen Kindern einen Ausflug mache und dabei nicht nur meine Kinder fotografiere, sondern auch ein schönes Motiv für einen Blogartikel entdecke. Gerade das Fotografieren für das passende Bildmaterial für meine Blogposts mache ich oft nebenbei, wenn ich unterwegs bin oder zu Hause eine freie Minute finde. Damit ich die Lust am Bloggen nicht verliere, versuche ich mir keinen Stress zu machen, was ich wann und wie oft blogge, sondern mache es immer dann, wenn es sich in meinem Alltag ergibt.



Wenn Du noch einmal neu ins Erwachsenenleben einsteigen könntest, würdest Du einen anderen Weg gehen?


Nein, denn ich bin sehr glücklich über den Weg, den ich eingeschlagen habe.

Vielleicht hätte ich mich schon früher zur Yogalehrerin ausbilden lassen, aber auf der anderen Seite war vor vier Jahren genau der richtige Zeitpunkt dafür und ich hatte eine wirklich tolle Ausbildungsgruppe im UNIT Yoga in Wiesbaden. Dort habe ich nicht nur eine Menge über Yoga gelernt, sondern auch Freunde fürs Leben gefunden.



Was wünschst Du dir für Deine Zukunft, als Bloggerin und im realen Leben?


Ich wünsche mir als Bloggerin, dass ich noch viele Jahre weiter bloggen und viele interessante Artikel rund um meine Lieblingsthemen Yoga und Meditation für die Leser schreiben kann.

Gleichzeitig möchte ich immer im hier und jetzt leben und dabei den Augenblick genießen – sei es privat mit meiner Familie oder meinen Freunden oder sei es bei der Arbeit als Yogalehrerin oder Leiterin PR und Social Media beim UNIT Yoga. Ich möchte weiterhin so viel Glück erleben und viel Zeit mit Menschen und Dingen verbringen, die ich liebe und gerne tue.



Cara Stefanie, danke für diesen sehr interessanten Einblick in deine private Welt und in die des Yoga! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, wir treffen uns bald mal wieder.

Es sieht immer so einfach aus und ich schaffe es kaum, auf einem Bein zu stehen beim Strümpfe anziehen, grins... Yoga - wie steht ihr dazu, habt ihr es schon mal ausprobiert? 

A presto...



29 Juni 2015

Gartenplauderei #12 - Tobias Müller - Der Kuchenbäcker




Mein heutiger Gast ist eine Zuckerschnute. Sagt er selbst, stimmt aber auch. Das merkt man aber nicht nur daran, daß er gerne Süßes backt und Bonbons herstellt, nein, er ist auch als Mensch 'süß'. Sympathisch, ehrlich, hilfsbereit und äußerst umtriebig und engagiert. Nicht nur in seinem Beruf, auch in der Bloggerwelt trifft man ihn quer durch Deutschland und manchmal sogar im Ausland.




Herzlich Willkommen in meinem Garten Tobi!


Persönlich kennengelernt haben wir uns glaube ich erst Anfang 2014, anläßlich der ersten Bloggerlounge auf der Messe in Frankfurt. Denn zu dem von ihm organisierten Treffen der Rhein-Main-Blogger in Offenbach konnte ich damals nicht kommen, ich war auf dem Bloggertreffen in Ulm. Aber seitdem haben wir uns immer wieder getroffen und seit diesem Jahr organisieren wir die Bloggerlounges gemeinsam. Ich freue mich, daß er zwischen all den Aktivitäten Zeit für meinen Besuch in meinem Garten gefunden hat!



Auf seinem Blog Der Kuchenbäcker hat er schon eine Menge Fragen über sich beantwortet, es war deshalb garnicht so leicht, eine persönliche Frage zu finden. Aber, es ist mir gelungen...

Mit wem möchtest du unbedingt unbedingt unbedingt mal backen/kochen?


Das lässt sich leicht beantworten. Ich würde unheimlich gerne einmal mit Cynthia Barcomi zusammen in der Backstube stehen. Ich mag sie und ihre Leckereien sehr. Ich konnte sie sogar schon persönlich treffen, aber mit ihr gemeinsam zu backen, wäre ein echtes Highlight für mich.



Was möchtest Du uns unbedingt über Dich und Deinen Blog erzählen?


Ich bin Tobi, 36 Jahre alt und blogge seit Anfang 2013 auf Kuchenbaecker.com über alles was süß ist. Bevor ich mit dem Bloggen angefangen habe, wusste ich gar nicht was ein Blog ist. Ein Freund brachte mich auf die Idee, weil ein Blog doch eine gute Plattform wäre, um Rezepte zu teilen, nach denen ich immer wieder gefragt wurde. Ich kam also zum Bloggen wie die Jungfrau zum Kinde.
             
Heute ist das Bloggen für mich kein Buch mit sieben Siegeln mehr, es ist fester Bestandteil meines Lebens geworden, genauso wie die Treffen mit anderen Foodbloggern. Ich habe durch das Bloggen unheimlich viele Menschen kennengelernt und möchte sie nicht mehr missen. So wie die liebe Claudia, die mit der ich diese „Gartenplauderei“ führen darf. 



Hast Du eine Strategie fürs Bloggen, einen Zeitplan oder nutzt Du den Blog wie ein Tagebuch, spontan, wann immer Dir danach ist?


Strategie wäre glaub ich übertrieben. Ich versuche immer sonntags einen Beitrag zu veröffentlichen und montags folgt ein Tassenkuchen um meinen Lesern den Wochenstart zu versüßen. Manchmal plane ich Beiträge im Voraus, es kommt aber auch vor, dass ich spontan mal was dazwischen schiebe.



Es kann aber auch mal passieren, dass ich ein paar Tage lang nichts mache, wenn mich die Grippe flachlegt oder ich einfach eine kreative Pause brauche.



Wie schaffst Du es, Familie/Partnerschaft, Freunde, Arbeit, Haushalt und Blog miteinander zu vereinbaren?


Das ist eine gute Frage. Ich glaube das alles wäre nicht möglich, wenn ich keinen Menschen an meiner Seite hätte, der dafür Verständnis hat. Mich in allem unterstützt und mir oftmals, besonders im Haushalt, den Rücken freihält. Vor allem Verständnis aufbringt, wenn ich nicht zu Hause bin, weil ich auf Blogger-Events, Messen und Veranstaltungen unterwegs bin.



Glücklicherweise habe ich einen Job mit Freizeitausgleich, mit einem Bürojob von „9 to 5“ wäre das wahrscheinlich schwieriger.



Wenn Du noch einmal neu ins Erwachsenenleben einsteigen könntest, würdest Du einen anderen Weg gehen?


Vielleicht würde ich einige Dinge anders machen. Vielleicht einen anderen Weg einschlagen. Andererseits wären mir dann viele Menschen nicht begegnet und, wer weiß, ob ich dann auch bloggen würde. Nein, ich glaube ich habe soweit alles richtig gemacht. Es gibt immer ein Auf und Ab, das ist normal.



Am besten passt wohl eine Zeile aus einem meiner Lieblingsgedichte von Erich Fried:
              „Das Leben wäre vielleicht einfacher gewesen, wenn ich Dich gar nicht getroffen hätte... es wäre nur nicht mein Leben“.



Was wünschst Du dir für Deine Zukunft, als Blogger und im realen Leben?

             
Ich wünsche mir, dass mir die Ideen nicht ausgehen, ich meine Leser noch lange mit süßen Leckereien überraschen kann und ich noch viele tolle Menschen durch das Bloggen kennenlernen darf.



Im realen Leben wünsche ich mir, dass der Beruf sich weiterhin mit dem Bloggen vereinbaren lässt. Meine bessere Hälfte weiterhin geduldig und unterstützend zur Seite steht.

Dass ich gesund und munter bleibe. Das Übliche, würde ich sagen.



Lieber Tobi, vielen Dank, daß du dir die Zeit genommen hast! Ich finde auch, eines der besten Dinge am Bloggen ist, daß man soviele nette Menschen kennenlernt und tolle, aufregende Sachen erlebt. Und ich hoffe, daß wir mit dem nun gemeinsamen Projekt Bloggerlounge zu weiteren tollen Treffen beitragen werden.

Nochmal tief durchatmen, dann geht die Organisation für die nächste Bloggerlounge in den Endspurt!

A presto...