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07 März 2013

Nachtrag zur Piratenralley

Völlig vergessen habe ich ja, euch die wunderschöne, handgezeichnete Schatzkarte zu zeigen, die Mailin für uns gemacht hat.



Ist die nicht schön? In echt war sie aber noch schöner, auf einem chamoixfarbenen Papier sah das einfach klasse aus. Hier unten kann man es ein wenig besser sehen.


Die Karte zeigt den ganzen Weg mit allen Aufgaben, die wir lösen mußten. Allerdings, verstanden haben wir sie erst richtig, als wir am Ende ankamen, lach. Gut, daß wir trotzdem alle Aufgaben lösen konnten, sonst würden wir heute noch da rumirren, lach.

So, das war es ab er jetzt mit den Beiträgen aus dem Norden!


04 März 2013

Montagsinspiration #11 - Piratenralley in Ostfriesland!

Was macht man mitten im Februar in Ostfriesland an der Nordsee? Nicht, daß es nicht schon verrückt genug erscheint, mitten im Winter dorthin zu fahren, nein, man trifft sich dort auch gleich noch mit fast zwanzig nahezu unbekannten Frauen, um ein gemeinsames Wochenende in Norddeich zu verbringen! 


Klingt erstmal schrecklich anstrengend und nach Zickenkrieg und kaltem Wind, Regen und purer Langeweile. Hätte so sein können, war es aber nicht! Ganz im Gegenteil, es war trotz etwas nerviger Anreise ein wundervoll entspanntes Wochenende, bei zwar bedecktem Himmel aber angenehmen 2-5 Grad, ohne Wind und Regen. Perfekt, um mal ein wenig Abstand zu gewinnen, von den nicht ganz so angenehmen ersten Wochen des Jahres.

Nach einer etwa zwei Stunden länger als geplant dauernden Zugfahrt (bei Bremen war ein Güterzug entgleist und so mußten wir für eine Station in Busse umsteigen und der eigentliche Zug bis zum Ziel fuhr nicht weiter,  ihr könnt euch sicher vorstellen, daß mal wieder keiner richtig Auskunft geben konnte, wie wir nun weiterkommen), kamen Rebecca (mit der ich mich in Hannover getroffen hatte) und ich erst nach 21 Uhr in der Gaststätte an, in der die anderen schon gut gelaunt feierten. Toll, die Küche war auch schon zu (nach 10 Stunden unterwegs hatten wir trotz Mittagsimbiß doch ein bißchen Hunger) und wir mußten auf den leckeren Fisch verzichten. Über den Matjes mit Brot konnte man aber auch nicht meckern und so endete der Tag doch noch zufriedenstellend.


Das fleißige Orgateam hatte sich für den Samstag etwas ganz Besonderes für uns ausgedacht: Eine Piratenralley durch Norddeich und Norden! Nach anfänglicher Skepsis waren wir alle restlos begeistert, denn außer der leckeren Stärkung zur Begrüßung (allerliebst hergestellt und dekoriert, leider habe ich mit den kalten Fingern kein Photo davon gemacht) gab es für jede Gruppe (deren Zusammenstellung per Teebeutelweitwurf entschieden wurde, hihi) einen ebenfalls selbsthergestellten Piratenbeutel mit geheimnisvollem Inhalt. Eine wundervolle Schatzkarte und zahlreiche Röllchen mit den zu lösenden Aufgaben, dazu allerlei Hilfsmittel, deren Sinn teilweise erst später klar wurde. Spannend.


Unser erstes Ziel war der Hafen von Norddeich, von hier setzt man übrigens über nach Norderney und Juist, das Inselhopping paßte aber leider durch die etwas ungünstigen Abfahrtzeiten der Fähren zeitlich nicht ins Programm. Hier galt es nun unter anderem Schiffsnamen zu notieren und daraus ein Gedicht zu erfinden. Und das am frühen Morgen morgens um 11 Uhr!


Die Nordsee konnten wir aufgrund der gerade herrschenden Ebbe nur ansatzweise erahnen bzw. im Hafen sehen, trotzdem hat so ein Strand im Winter schon einen besonderen Reiz. Was wir leider auch kaum fanden war Strandgut, welches wir eigentlich sammeln sollten, um abends damit kreativ zu werden. Die wundervollen Sessel aus Holzkisten konnte ich leider nicht mitnehmen, die standen auch vor einem Souvenirladen und nicht am Strand. Schade, sahen klasse aus.


Überall auf dem Weg konnte man deutlich sehen, daß man an der See war, Bojen und Leuchttürme (hier im Schwimmbad mit Rutschbahn), ausgediente Schiffe (die überwiegend Frisia hießen und nur durch Nummern zu unterscheiden waren) und Seehunde. Falsche und echte...


Die nächste Station war nämlich die Seehundstation! Die lieben Kleinen hingen allerdings ziemlich müde am und im Becken herum, was sollten sie bei diesem tristen Wetter auch sonst tun? Sehr interessant und sicherlich auch ein Ort, den man gut mit Kindern erkunden kann.


Mit dem Bus gings dann nach Norden, ein wunderhübsches Städtchen mit tollen Häusern und vor allem viel Klinker. An den Häusern und auf der Straße, über all Klinker. Sehr schön.


Nach der Mittagspause mit einer kräftigen Erbsensuppe mit Bockwurst gings weiter mit den Aufgaben. Über  Fragen zu Klaus-Peter Wolf, der Krimiautor stammt aus Norden, den Namen des Bürgermeisters von Norddeich (wie gemein, es gibt zwei Norddeich und so hatten wir fast alle den falschen Namen, lach) bis hin zu den häufigsten Vornamen, die Fragen waren wirklich raffiniert und gut zusammengestellt. Kompliment. 


Unsere nächste und auch letzte Station war das Tee-Museum, über das ich im 'Genuß am Mittwoch #11' bereits berichtet habe. Den ausführlichen Bericht findet ihr hier klick und ich zeige euch nur noch ein paar Bilder aus diesem zauberhaften Museum.


Abends trafen wir uns zum gemeinsamen, leckeren Abendessen und zur Preisverleihung. Da unsere Gruppe den besten Gesangsbeitrag hatte (ähmmm, sagen wir es so, eine versuchte sich im Sprechgesang und wir anderen haben uns dazu halb totgelacht, pruust) gewannen wir den ersten Preis. 'So sehen Sieger aus, schalalalala'... Mein Gewinn ist das zauberhafte Buch 'Piratin Paula'. Bis auf die Zahnlücken, sieht sie mir nicht fest ein bißchen ähnlich, hihi? Zurück in die Pensionen ging es dann mit einem romantischen fröhlichen Laternenumzug, herrlich, die Anwohner dachten sicher (zu recht), wir seien ein wenig verrückt.


Den Abschluß dieses tollen Wochenendes bildete schließlich am Sonntag das ausgiebige Brunch im Café Remmers, über das ich ja bereits ausführlich letzten Montag in der 'Montagsinspiration #10' berichtet hatte.

Vielen Dank liebe mitreisende Damen, es war eine tolle Zeit mit euch dort oben im Norden und ich freue mich schon auf die nächsten gemeinsamen Abenteuer! Ganz besonderen Dank an die Organisatorinnen Christine, Steff, Mailin und Petra. Wenn ihr sie und die anderen mal kennenlernen wollt, dann schaut doch mal rein bei den Desperate Workwives in XING. (Sorry, liebe männliche Leser, diese Gruppe ist leider Tabu für euch).

Habt eine schöne Woche!


24 Februar 2013

Montagsinspiration #10 - Café Remmers in Norden

Nachdem der Genuß am Mittwoch mit meinem Bericht aus dem Tee-Museum etwas zu spät kam, schicke ich die Montagsinspiration einfach einen Tag früher los und somit ist die Verspätung wieder aufgeholt ;-)


Den Abschluß unseres Wochenendes an der Nordsee bildete am Sonntag ein ausgiebiges Frühstück bzw. Brunch in einem traumhaften Café! Wir waren alle in Versuchung, direkt dort einzuziehen oder alles mitzunehmen. Denn das Café Remmers in Norden ist nicht nur ein wunderhübsches und leckeres Café in einer bezaubernden Stadt, nein, es ist gleichzeitig ein mehr als verführerischer Laden für Wohnaccessoires und allerlei dekorativen Schnickschnack. Dinge, die eigentlich niemand wirklich braucht, die aber mindestens die 'Mädchen'herzen höher schlagen lassen!


Schon beim Reinkommen blieb uns der Mund offen stehen und man kann nicht sagen, daß sich das bis zu unserem Tisch, im 1. Stock, ganz am Ende des Lokals Traums geändert hat. Mit jedem Schritt entdeckten wir etwas neues Wunderbares und besonders mir fiel es wirklich schwer, mich sofort an den Tisch zu setzen. Bevor wir bestellten, zum Glück kamen die anderen etwas später an, bin ich erst nochmal durch die ganze Etage gelaufen und habe angefangen zu fotografieren. SO stelle ich mir meinen zukünftigen Laden vor!


Das Buffet war reich gedeckt mit allem, was man sich zum Frühstück so vorstellen kann. Alles war nett angerichtet, diverse Joghurtvariationen und Butter in kleinen Weck-Gläschen, die wiederum auf tollen Etageren standen, Süßes und Herzhaftes, Säfte und leckere Heißgetränke (natürlich gabs auch echt ostfriesischen Tee aus dem Samowar), verschiedene Brotsorten und süße Stückchen, Eier und Fisch... man hätte durchaus mehrere Stunden dort verbringen können. Naja, das haben wir dann auch, grins.


Gegenüber des Buffets waren mehrere Regale als Verkaufsfläche aufgebaut. Nahezu alles, was auf dem Buffet und den Tische aufgebaut war, konnte man käuflich erwerben. Geschickt gemacht, das kann man nicht anders sagen. Ein tolles Konzept, das man durchaus nachahmen sollte. In anderen Teilen Deutschlands. Zum Beispiel in Hessen... hach, das wäre wirklich das, was ich mir vorstellen könnte. Wenn auch nicht mit einem festen Café, sondern die anteilige Aufteilung eher andersrum, überwiegend Laden und ab und an leckere Events. Da muß ich weiter drüber nachdenken, wirklich...


Jeder Bereich des Hauses war auf den Stil abgestimmt, auch die Toiletten, man spürte überall, daß hier jemand mit viel Herz und Phantasie am Werk war. Wenn man sich die Homepage des Café Remmers anschaut, sieht man, daß sich die Einrichtung auch immer wieder ändert und angepaßt wird. Trotzdem bleibt der Charme des alten typisch norddeutschen Hauses erhalten. Sehr gelungen.


Im etwas versteckt um die Ecke liegenden Kaminzimmer ist der Raucherbereich untergebracht. Mit der Holzvertäfelung aus alten Teekisten und den hier dunklen Möbeln war es sehr heimelig und ich kann mir gut vorstellen, trotz Rauch, dort den Abend zu verbringen. Antike Details wie die alten Kacheln und moderne Dekorationsobjekte wie das geflügelte Herz ergänzen sich ganz hervorragend und passen toll zu den dunklen Möbeln, goldenen Stühlen und purpurroten Tapeten im Verbindungsgang zwischen hinterem und vorderen Cafébereich.


Mein Fazit, nach drei Stunden Aufenthalt und einer Woche Nachwirkzeit: Norden und das Café Remmers sind definitiv einen zweiten Besuch wert und ich kann nur jedem empfehlen, einen Abstecher dorthin zu machen! Und, ich werde das Gesehene und auf vielen Photos Festgehaltene bei meinen Träumen Planungen für einen neuen Laden ganz sicher einbeziehen.

Wer sich diese und die anderen Bilder noch einmal genauer anschauen mag, auf meinem Instagram-Board sind sie zu finden. Bis Ende des Monats ist es noch öffentlich zugänglich, danach müßt ihr bei Instagram angemeldet sein, um es anzuschauen.

Ich mache mir jetzt einen ostfriesischen Tee und genieße dazu etwas frisch Gebackenes. Was, das verrate ich erst am kommenden Mittwoch.

Bis dahin, eine wunderbare Zeit und, ihr wißt ja...



In diesem Sinne...


21 Februar 2013

Genuß am Mittwoch #11 - Das Tee-Museum

Etwas verspätet zwar, aber ich wollte euch trotz der hektischen und vollgestopften Woche den Genuß der Woche nicht vorenthalten.

Ein Tee-Fan war ich ja schon immer, ob es der Pfefferminztee zum Abendessen in der Kindheit, der schwarze Tee mit Vanillezucker bei Oma, der aromatisierte Tee in den 80ern, der feine Grüne und Weiße Tee seit den 90ern oder in letzter Zeit auch mal was aus Kräutern (was ja streng genommen kein Tee, sondern ein Aufguß, in Italien und Frankreich auch Infusion(e) genannt, ist), Tee begleitet mich eigentlich in jeder Lebenslage. Mal mehr, mal weniger ausgeprägt, das schwankt auch je nach Jahreszeit.


Am letzten Wochenende war ich für einen wunderbar spaßigen, interessanten und auch ein klein wenig erholsamen Kurztrip mit 18! anderen Frauen aus ganz Deutschland und sogar Österreich (den sagenhaften 'Desperate Workwives', so heißt zumindest unsere Gruppe bei Xing, denn desperate sind wir ganz sicher nicht) in Norddeich und Norden in Ostfriesland. Am Samstag mußten durften wir eine Piratenralley machen und eine Station führte uns nach Norden ins Tee-Museum. Klar, daß es dort eines gibt, denn Ostfriesland ohne Tee kann man sich überhaupt nicht vorstellen. (Habt ihr gewußt, daß die Ostfriesen 12x mehr Tee trinken als der Durschnittsdeutsche?) Es wird zwar gerade umgebaut, trotzdem hatten wir eine wundervolle Führung durch die Ausstellung, geleitet von Freifrau von Knigge, einer echten Nachfahrin des Freiherrn von Knigge.


Am Ende der Führung gab es für uns noch eine echt ostfriesische Tee-Zeremonie. Wer jetzt denkt, das sei etwas Handfestes für wettergegerbte Fischer liegt völlig daneben. Es war eher eine zarte, leise und sinnliche Zeremonie, die den Namen mehr als verdient. Ich gestehe, ich hatte das so auch nicht erwartet, denn Ostfriesentee war für mich immer etwas Bitteres, keineswegs genußvoll und Tee mit Milch mochte ich schon garnicht (außer einmal, als Oma aus Versehen das Wasser für den Tee durch einen benutzen Kaffeefilter in die Kanne laufen ließ, das wäre ohne Milch überhaupt nicht trinkbar gewesen, Tina, erinnerst du dich? Wir wollten sie ja nicht blamieren. 'Aber Kinder, warum habt ihr denn nichts gesagt, war letztendlich ihre Reaktion, als sie es bemerkte, hihi). Aber ich schweife ab, sorry...


Die Tee-Zeremonie könnte wird wohl zu einem neuen Ritual für mich werden, meine norddeutschen Wurzeln kann ich nicht verbergen. Klar, die wundervolle Umgebung hat einiges dazu beigetragen aber der Tee an sich war ein Genuß und ich denke, immer wenn ich einen Moment der Ruhe brauche, werde ich mir zukünftig einen ostfriesischen Tee aufbrühen. Weiches Wasser verwenden, ihn maximal 3-4 Minuten ziehen lassen, ein Kluntje (Kandiszucker, für die nicht Norddeutschen) in die Tasse geben, den Tee darüber gießen und das Ganze krönen mit einem Löffelchen Rahm oder flüssiger Sahne (keine Kondens- oder H-Milch!), die am Besten einfließen sollte am Tassenrand entlang (oder noch besser gegen den Uhrzeigersinn - denn damit dreht man symbolisch die Zeit ein wenig zurück, ist das nicht bezaubernd?). Nur so entstehen die kleinen Milchwölkchen im Tee.


Auch wenn ein Löffel auf dem Unterteller liegt, auf keinen Fall sollte man nun umrühren, denn klassischen ostfriesischen Tee genießt man - wie Espresso übrigens - aus kleinen Tassen und in drei Schlucken: Der erste Schluck ist leicht bitter und man schmeckt das Tee-Aroma am besten, der zweite Schluck bringt dann die Sahne in den Mittelpunkt und der dritte die Süße des Kandis. Wenn man umrührt entgeht einem dieses Geschmackserlebnis und das wäre doch sehr schade. Den Löffel braucht man später, wenn man nichts mehr möchte, dann legt man ihn in die Tasse und signalisiert damit, daß man genug Tee hatte. Allerdings, bitte nie vor der dritten Tasse, das wird in Ostfriesland als unhöflich empfunden!


Merkt ihr, daß ich immer noch ganz verzaubert bin von dieser Stunde in dem wundervollen, alten Saal (in dem man sich übrigens auch trauen lassen kann, was für eine tolle Idee), mit dem tollen Kamin und den wunderbaren Antiquitäten und anderen alten Gegenständen?


Ich glaube, ich geh mir gleich mal einen Tee machen (der Abendtee gehört durchaus zu den Traditionen einiger Familien). Wenn ihr mehr erfahren wollt über die Tee-Zeremonie aber nicht mal eben in Norden vorbeischauen könnt, hier gibts mehr Infos dazu: Wikipedia und Bünting-Tee.


Noch mehr schöne Photos aus dem Tee-Museum findet ihr auf meiner Seite bei Instagram.

Ich werde ganz sicher demnächst mal einladen zu einer Tasse Tee bei mir zuhause und überlege auch schon, ob ich in der Gärtnerei nicht mal ein größeres Event zum Thema Tee veranstalte, mit verschiedenen Tee-Zeremonien in jeweils stilechter Umgebung. Japanisch, marokkanisch, ostfriesisch, englisch und afrikanisch - was meint ihr?

Fändet ihr so etwas interessant?

17 Februar 2013

Ich ziehe um..,

Instagram/ilmondodiselezione

Ich sitze in einem Traum! Mehr Text gibt's später.