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Dienstag, 13. November 2012

Montagsinspiration #4

So ganz langsam packt es mich auch, das Weihnachtsfieber. Traditionell erst nach meinem und dem Geburtstag meiner Schwester. Ich kann es nämlich nicht nachvollziehen, wieso jemand schon im Oktober anfängt, seine Wohnung weihnachtlich zu dekorieren. Selbst in meinem Laden gab erst die Adventsausstellung Mitte November den Startschuß für die Weihnachtsdekoration, an den Tagen vorher wurde bis tief in die Nacht dekoriert und ausgepackt, so daß am Samstagabend alles im herrlichsten Lichterglanz erstrahlen konnte. Glücklicherweise war das damals kein Problem in unserer Gegend, bis auf einige wenige Ausnahmen haben das eigentlich alle so gehalten.


Der 'Weihnachtswahnsinn' der letzten Wochen hat mich nachdenklich gemacht und zur Montagsinspiration #4 inspiriert: Advent - was ist das eigentlich?

Advent - das Vorläufige

Die vier Wochen vor Weihnachten sind im Grunde die Vorbereitungszeit auf das christliche Hochfest zu Ehren von Christi Geburt. Der Begriff 'Advent', eigentlich 'adventus', läßt sich ins Deutsche am Besten mit 'Ankunft' übersetzen und weist bereits auf den Charakter des Vorläufigen hin, der den Advent so spannend macht. Vorbereitung auf die besinnliche Zeit, auf Christi Geburt. Mit jedem der 24 Tage soll sich die Vorfreude steigern, auf das, was uns am Ende erwartet. Um diese Zeit zu verkürzen wurde der Adventskalender erfunden, der seinen Ursprung in Deutschland hat - wußtet ihr das? Nirgendwo wird die Adventszeit so stimmungsvoll begangen - erhalten wir uns diese Besinnlichkeit und ersetzen wir sie nicht durch reines Konsumdenken!


Die Zeit ist darüber hinaus reich bestückt mit symbolträchtigen Zahlen und Daten, begonnen bei der magischen 3, die für die göttliche Vollendung, die Dreifaltigkeit steht, über die zweite magische Zahl 4, mit der alles komplett ist. Die Summe daraus ist 7, was die Vereinigung göttlicher und menschlicher Vollendung symbolisiert. Kombiniert man die beiden magischen Zahlen 3 und 4 als Produkt, so erhält man 12 - 12 Stunden, 12 Monate, 12 Jünger, 12 Tierkreiszeichen, eine sehr symbolhafte Zahl. Die Verdopplung der 12 führt letztendlich hin zur 24, dem magischen Datum der Geburt Christi.


Weihnachten - das Vollendete

War im Advent noch alles vorläufig und in Vorbereitung, erfolgt nun die Steigerung zur Vollendung. Alle Register werden gezogen und die Adventfarbe silber wandelt sich zu glänzendem Gold. Die Dekoration wird üppiger, die Kerzen strahlen heller und die formvollendeten Kugeln am Christbaum, dem ursprünglich mystischen Paradiesbaum, symbolisieren als stilisierte Früchte den Paradiesapfel. Dazu Sterne als Zeichen für besondere Ereignisse, erst mit dem Stern auf der Spitze wird ein einfacher Tannenbaum zum Christbaum! Für die Sternensymbolik ist es eigentlich unerheblich, wieviele Zacken ein Stern hat. Eine Besonderheit stellt aber der Davidstern da, er birgt zusätzliche Sinnbilder: In der jüdischen Symbolik verbinden sich zwei gleichseitige Dreiecke miteinander, eines steht für die materielle Seite des Lebens, das andere für die geistige. Außerdem findet sich auch hier wieder die mystische Zahl 12 - sechs äußere und sechs innere Eckpunkte, und die beiden magischen Zahlen 3 und 4 sind ebenfalls wieder stark präsent. Der markante Stern weist zudem deutlich auf die Herkunft und Tradition Jesu und des Christentums hin.




Beschäftigt man sich einmal intensiver mit der Bedeutung der verschiedenen Symbole und Traditionen, so versteht man langsam, woher der magische Zauber dieser Zeit kommt. Und warum es so schade ist, daß durch das frühzeitige Beginnen der echte Zauber immer mehr verloren geht. Denkt mal drüber nach...




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Kommentare:

  1. Interessant, wie du uns das darstellst. Und du hast recht, im Oktober schon adventlich zu schmücken, ist weit vorgegriffen. Und ehrlich gesagt, so lange kann ich das auch nicht angucken. Vom 1. Advent bis 6. Januar ist genug.
    In Heilbronn hängt an der großen Kirche am Marktplatz ein Plakat: "Alles hat seine Zeit, Advent ist im Dezember."
    Das hat mir sehr aus dem Herzen gesprochen.
    Damit wünsche ich dir noch einen schönen Herbsttag.
    LG Donna G.

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    1. Das ist ein schöner Hinweis der Kirche, gefällt mir. Klar, wer im Dekobereich arbeitet hat 10 Monate im Jahr irgendwie mit Weihnachten zu tun, aber im privaten Bereich bereits Anfang November ein schlechtes Gewissen haben, weil noch nichts zu sehen ist von Weihnachten? Das will mir nicht einleuchten. schön, daß es andere ebenso sehen.

      LG Claudia

      P.S. heute klappt es mit dem schönen Herbsttag, die Sonne scheint herrlich vom blauen Himmel. Schade, daß ich am Schreibtisch festsitze

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  2. Sehr schön, dass du einmal auf die Hintergründe von Advent und Weihnachten hinweist. Das ist auch der Grund, warum ich zu Hause erst zum 1. Advent alles ganz langsam anfange zu schmücken, was dann seine Vollendung an Weihnachten findet.
    Außerdem finde ich, dass der Dezember, mit seinem früh dunkel werden und der längsten Nacht im Jahr, einfach viel mehr Besinnlichkeit hat, als ein goldener, manchmal noch warmer Oktober.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag,
    lieben Gruß
    Teresa

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    1. Danke Teresa! Das hast du sehr schön beschrieben und ich finde, nur wenn man es langsam angeht kann man auch richtig zur Ruhe kommen und jeden Tag genießen.

      Auch wenn ich durch das Dekorieren wenig Gelegenheit zum Innehalten habe, ich werde es versuchen und freue mich irgendwie besonders auf dieses Jahr...

      Sonnige Grüße, Claudia

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  3. da bekomme ich grad lust meine weihnachtsdeko auch endlcoch rauszukramen..aber denke das mache ich erst am we...

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    1. Grins, genau DAS wollte ich ja nicht erreichen mit meiner Inspiration. Es genügt völlig, wenn du am Wochenende anfängst zu kramen. Dann bleibt auch noch genug Zeit, neue nette Teilchen zu besorgen ;-) bevor die 'richtige' Adventszeit beginnt. Ich finde es immer sehr schade, wenn an Silvester schon niemand mehr die Weihnachtsdeko erträgt, weil sie schon so lange steht. Die Weihnachtszeit geht nun mal bis zum 6.1. und man sollte die komplette Zeit wirklich nutzen. Auch ab und an mal innehalten, es einfach nur genießen und sich besinnen, auf das, was wesentlich ist.

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